Gemeiner Mord an deutscher Kaffeetafel

Warum wir so gemein sind? Wir sind Deutsche. Es gibt auf der Welt unzählige Wespenarten. Aber nur zwei besuchen Menschen und wollen ihr Essen. Die deutsche und die gemeine Wespe. Und zu den Deutschen gehöre ich.
Und jetzt umschwirre ich hier diesen Mörder. Tot liegt eine meiner Schwestern dort auf dem Balkonboden, unweit des Kaffe-und-Kuchen-Tisches. Und er tut ganz unschuldig. Aber an seiner Kuchengabel klebt Blut. Innereien meiner toten Schwester. Vielleicht hofft er das würde uns abschrecken. Weil er in Panik geraten würde, käme er zu einem Café und davor läge eine blutende Leiche, an einem der Tische seelenruhig schwatzend und Kaffe trinkend ein Gast, sein Messer blutverschmiert. Schreiend davon rennen würde er. Aber mir ist das schnuppe. Ich hab Hunger. Die Larven zu Hause wollen essen. Aber der Trottel ist natürlich Vegetarier. Aus Tierschutzgründen. Ha. Aber dann harmlose Insekten tot schlagen. Und ich will Fleisch. Süßen Kram esse ich zwar gern, aber die Larven daheim wollen tierisches Eiweiß. Aber nie tischt er welches auf. Nahrhaftes Fleisch aus dem ich große Brocken reißen will. Früher lagen überall Kadaver. Tote Kaninchen, Hasen, ja sogar Rehe. Erzählt man sich. Und Scheißhaufen. An jeder Ecke. Die Welt war voller Tiere und überall wurde geschissen und gestorben. Ein Paradies. Nun ist alles voller Menschen. Und die liegen nie herum. Keine Ahnung was die mit ihren Leichen machen. Nie kann man aus einer große Stücken knabbern. Und ihre Scheiße, die kacken sie in kalte Keramikschüsseln und spülen Sie mit Wasser weg. Unter die Erde. Aus den Augen aus dem Sinn. Nur an den stinkenden Haufen ihrer Hunde kann man sich satt essen. Und selbst die räumen sie neuerdings weg, binden sie luftdicht ein in kleine Plastiktütchen.
Königinseidank grillen noch genügend Leute oder stellen sich saftige Wurstplatten auf den Frühstückstisch. Ich flieg also weiter. Denn bald ist Herbst und dann geht unser ganzer Staat den Bach runter.

Baden-Baden

Er: Baden Baden in Baden-Baden?
Sie: Hä?
Er: Was?
Sie: Wie bitte?
Er: Ob in Baden-Baden Baden baden?
Sie: Was?
Er: Wie bitte?
Sie: Heißen die in Baden Lebenden nicht Badnerinnen und Badner?
Er: Bademeister

Menthol oder Pfefferminz?

In Frankfurt an der Galluswarte gibt es zwei Trinkhallen. Eine ist direkt unter dem Turm der Warte und heißt „Kiosk Galluswarte“, die andere ist eher in Richtung der S-Bahn-Station Galluswarte und heißt „Trinkhalle im Turm“.
In einer arbeitet ein Mann, dem man wünscht, ein Mann in seinem Alter wäre in Rente, im Ruhestand und müsse nicht mehr spätabends bis nachts arbeiten. Vor seiner Trinkhalle steht und sitzt Publikum, das es mit dem Trinken durchgezogen hat. Und dem man das bereits ansieht. Aber gibt es den gewünschten Sekt genauso wie Apfelwein im Sortiment. Für die ebenfalls gewünschten Zigaretten verweist er auf die andere Trinkhalle. Vor ihr steht jüngeres Publikum, dem es gefällt mit ironischer Distanz vor einer Trinkhalle zu stehen und zu trinken. Das richtige Trinkhallenpublikum wenige Meter weiter ist ihnen suspekt. So dann doch nicht.
Ich bestelle die mir geschmacklich und ästhetisch am besten gefallenden Marlboro Menthol White und werde vom Trinkallenbesitzer darüber aufgeklärt, dass Menthol-Zigaretten nun verboten sind. Abgeschafft. Von wem und warum genau will ich gar nicht wissen. Wahrscheinlich von der EU, die nach und nach alles verbietet was Spaß macht am Rauchen. Es jedem der diesem Genuss, und sei es auch nur so wie ich hin und wieder, frönt, das ganze madig zu machen. Richtige Spielverderber, denen die Gesundheit des Volkskörpers mehr am Herzen liegt als Genuss, Lebensfreude und stilvolles Gerauche.
Menthol-Zigaretten zu verbieten war immer mal wieder in der Diskussion. Schon als Helmut Schmidt noch lebte. Der rauchte die auch und kündigte an, sich den Keller damit vollzustapeln, würde das Verbot kommen. Es kam nicht. Nun wohl doch, wer verfolgt denn schon solche Entwicklungen?
Marlboro hat sich Ersatz ausgedacht, in einer im Design unveränderten Packung gibt es nun Zigaretten die schmecken und aussehen wie jede andere Zigarette. „Marlboro Bright“ heißen Sie. Aber irgendwie bin ich nicht helle genug, dass mir das alles einleuchtet.

Fleischbaron

Der aktuelle Stern sagt, Clemens Tönnies sei der Fleischbaron. Doch wer ist eigentlich der Käsekaiser? Wer der Salamisultan, der Karottenkönig, der Kartoffelkanzler und der Pilsprinz?

Das wird man ja wohl noch fragen dürfen!

Wieso macht putzen so wenig Spaß? Die meisten wichtig zu erledigenden Dinge bereiten Freude. Wenn die Blase drückt, ist es ein erleichterndes, befreiendes Gefühl sie zu entleeren. Auch das Ausscheiden des Stuhlgangs ist ein eher angenehmer Vorgang. Schlafen ist etwas schönes und auch Essen bereitet Genuss. Ja, selbst Zähne putzen braucht wenig Überwindung und erledigt sich schnell und ohne große Qualen. Und wie schön ist es denn unter die Dusche zu steigen und frisch, sauber und je nach Jahreszeit aufgewärmt oder abgekühlt wieder darunter hervorzusteigen? Nur das notwendige putzen der Wohnung kostet Überwindung. Was soll das?

Nils-Ole Pruß gibt Tipps

Tipp 1: Wenn Sie müde sind, schlummeln Sie.
Tipp 2: Drückt die Blase, gehen Sie auf Toilette.
Tipp 3: Machen Sie mindestens einmal am Tag groß.
Tipp 4: Nicht zu lange und nicht zu kurze Fingernägel über juckende Hautstellen gezogen, helfen bei Juckreiz.
Tipp 5: Bewegen Sie sich.
Tipp 6: Es schläft sich besser in dunklen, kühlen und ruhigen Räumen. Aber geschlafen werden kann immer und überall.
Tipp 7: Nicht zuviel vornehmen.
Tipp 8: Essen muß schmecken.
Tipp 9: Stellen Sie sich Regeln auf.
Tipp 10: Erfinden Sie Sonderregeln, Ausnahmen und Strafen für Regelverletzungen.
Tipp 11: Ist es notwendig das Licht einzuschalten, schließen Sie vorher Fenster und Türen. Stichworte: Mücke und Motte
Tipp 12: Essen Sie Fleisch oder lassen Sie es bleiben. Lassen Sie die Finger von Unverträglichkeiten oder Veganismus.
Tipp 13: Gehen Sie wählen.
Tipp 14: Achten Sie darauf zu kumulieren und zu panaschieren.
Tipp 15: Schauen Sie ab und an Tagesschau aber nie heute oder gar RTL Aktuell.
Tipp 16: Seien Sie offen für Ratschläge und Tipps.
Tipp 17: Lesen Sie keine Ratgeberliteratur.
Tipp 18: Ändern Sie ihre Meinungen.
Tipp 19: Punktepläne und nummerierte Listen sollten immer knackige, runde Zahlen haben. Zum Beispiel 20.

Die ganze Wahrheit

Großer Irrtum. Die Bundesregierung hatte sich verschrieben. Sie will gar keine Impfpflicht einführen, sondern ein Impflicht. Für bessere Sicht für medizinisches Personal beim impfen.

Nun können sich Impfgner_innen endlich voll und ganz gegen Kapital- und Finanzspritzen einsetzen

Und ständig dieser Lärm

Der Mensch muß lärmen. Ständig macht er Geräusche. Als Kind schon schreit er rum, später fährt er brummende Autos, röhrende Mofas oder rückwärtspiepsende Bagger.
Er trifft sich in Trommelgruppen und Spielmannszügen oder Fankurven und Kirchen. Um zu ramentern, zu singen und gemeinsame Sprüche aufzusagen. Ich krache also bin ich. Um wenigstens ab und zu mal Ruhe zu haben, einigte sich jede Gesellschaft auf bestimmte Zeiten wo alle mal die Schnauze halten. Sonn- und Feiertags, nachts sowie spätabends und frühmorgens und Mittags. Doch Mittags ist kaum noch Ruhe und auch die Nachtruhe wird vorne und hinten kürzer. Kaum ist er wach, reißt er seine Rollläden hoch, spielt Bowling im Schlafzimmer und schmeißt den Kaffeevollautomat an. Abends sitzt er in Parks, auf Balkonen und in Gärten, schiebt den Kicker in den Garten oder dreht den Fernseher so laut, dass er ihn auch draußen hört. Und an Sonn- und Feiertagen Rasen mähen, die Wohnung saugen oder endlich mal das Regal anbohren wird auch immer selbstverständlicher. Rücksichtslos und unemphatisch sind irgendwann alle laut, immer und jederzeit. Auf das er ewig knistere, raschele und für jeden zu hören sei.

Vogelfreischwimmer

Es gibt sie in der Königs- oder Kaiserausgabe
Sie ham manchmal gelbe Flecken und einen Schnabel
Ihr Federkleid schaut aus, als wär es ein Frack
Sie essen Kinderpingui das is genau ihr Geschmack
Sie watscheln meistens witzig und leben im Schnee
Doch eines frag ich mich, wenn ich sie seh’
Wer hat sie nur zu den Vögeln eingeteilt
Welche Fragen wurden da gestellt, wer hat es verpeilt
Ich wette sie mussten lügen

Denn Pinguine können nicht fliegen

Der Körper ein Korken, das Gewicht zu tief
Viel zu kurze Beine und die Haltung ganz schief
Zwei Flügel zwar, doch viel zu dick
Vögel im Frack, wofür so schick
Ich hab sie euch beschrieben

Pinguine können nicht fliegen

Mit feuchten Augen schaut ihr nach oben
Ihr wünschtet euch ihr wärt nur einmal geflogen
Vom vielen Stehen ganz kalte Füße
Vom vielen Fisch geht euch die Düse
Das ihr nicht fliegen könnt hat euch die Laune verdorben
Auf anderen Wegen wolltet ihr nach oben
Ihr wurdet schon oft auf Zelluloid gebannt
Doch eure psychischen Probleme hat noch keiner erkannt
Im Wasser sieht es aus als würdet ihr fliegen
Hört doch auf euch selbst zu belügen
In echt seid ihr auf dem Boden geblieben

Pinguine können nicht fliegen

Watschel watschel Pinguin
was soll das werden wohin, wohin
in ner langen Reihe watschelt ihr,
stundenlang bis ans Meer
Im Wasser fühlt ihr euch wie ein Vogel so Frei
Die Gedanken an die Lüfte sind dann vorbei
Dass sie nicht fliegen können mag stimmen

Aber Pinguine können gut schwimmen

Immer noch aktuell – Aus dem Archiv:

Ich bin gegen Sprüche auf T-Shirts die euch nicht gehören
gegen unerzogene, nervtötende Gören

Bin gegen geheuchelte Nettigkeit
dann doch lieber ein gepflegter Streit

Ich mag kein schlechtes Wetter und keine Technomusik
bin gegen Trendsetter und gegen den Krieg

Ich halte nichts von Veganern und dem Sicherheitsstaat
Hab was gegen Republikaner und Himmelfahrt.

Gentechnik? Ich bin dagegen
Möchte außerdem ohne Feinstaub leben

Dumme Leute sind mir ein Graus
Filme mit Nicolas Cage schalte Ich aus.

Und laßt mich bitte mit Angela Merkel in Ruh’
Und wenn Ich möchte schaue Ich Pornos zu

Ich bin gegen unrasierte Frauenbeine
und die Band PUR macht nunmal keine

gute Musik, das hört doch jedes Kind
also schrei bitte auch mal gegen den Wind

Sei wie Ich gegen vieles
und bleibe dabei

Setze dich für Gutes ein
und gebe nicht klein bei,

denn die Blödheit darf niemals siegen
Wir lassen uns nicht unterkriegen

Wir sind gegen Saturn und gegen CDU
Gegen billige Haarkur’n und DVU

Wir sind gegen das System und gegen den Staat
wir sind eine unheilige, böswillige Saat

Trag keine Nieten, wenn du Punk nicht verstehst
und wenn du noch einmal auf ein Rockkonzert gehst,

ohne Pogo zu tanzen und Bier zu saufen
bin Ich auch gegen dich und deinen Freundeshaufen.

Also sei gegen BILD und Sauberkeit
gegen Günther Grass und deutsche Einheit.

Gegen Studiengebühren und Klimawandel,
gegen verschloßene Türen und unfairen Handel.

Doch ändern tut sich nix, sei dir dessen bewusst
Dagegen seien wird nicht bezuschußt.

Also sei auch für tolles und für Sonnenschein
und schenk deinem Nachbarn reinen Wein ein.

Und nun schlaf selig ein,
in deinen Träumen kann alles besser sein.